Studie Beweist: Zucker ist so giftig wie Nikotin und Kokain – Diese 9 gesünderen Alternativen haben es in sich

Jedes Jahr und in aller Welt fallen bis zu 35 Millionen Menschen ihrem Zuckerkonsum indirekt zum Opfer, ergab eine Studie, die ein Forscherteam erstellt hat. Die Forscher nennen Zucker „Gift“ und fordern eine genauso strenge Kontrolle wie für Alkohol und Tabak.

 

Zucker ist nicht gleich Zucker

Der Zucker, der in natürlichen Nahrungsmitteln wie Obst in ausgewogener Menge und in Verbindung mit vielen Vital- und Nährstoffen vorkommt, ist gesund; raffinierter Industriezucker jedoch, ein chemisch fast reiner Kristallzucker, ist es nicht (der – vermeintlich gesündere – Rohrzucker ist nicht wesentlich vitaler und nährstoffreicher).

So weit, so schlecht, magst du jetzt denken, aber zum Glück ist die Lebensmittelindustrie ja verpflichtet, auf ihren Produkten die Inhaltsstoffe anzugeben – und damit auch den beigemengten Zucker. Ja, doch leider dienen die Angaben weniger der Aufklärung als vielmehr der Verwirrung. Oder weisst du, dass Lactose Milchzucker ist, Glucose Traubenzucker und Fructose Fruchtzucker? Allesamt sind sie geschmacksverstärkende Kohlenhydrate.

Nehmen wir die Fructose, wesentlicher Bestandteil von Produkten die mit „ohne Zuckerzusatz“ beworben werden. Die Industrie schätzt die Fructose, weil sie – aus Mais gewonnen – billig ist und im Vergleich zu Glucose länger haltbar und süßer. Für uns hat Fructose zwei große Nachteile: Sie macht nicht satt, und sie lagert sich in der Leber in Form von Fett ab.

„Es gibt immer mehr wissenschaftliche Beweise dafür“, mahnt das Team um US-Forscher Robert Lustig, „dass Fructose etliche chronische Krankheiten auslösen kann und giftig für die Leber ist.“

Mehr als die Hälfte aller industriell hergestellten Lebensmittel – und dazu gehört auch Baby- und Kleinkindnahrung – enthalten raffinierten oder anderen beigemengten Zucker. Drei Beispiele: In einer Tasse Hipp-Instant-Tee für Kinder ab zwölf Monate stecken 2,5 Würfel Zucker, in einem 680-Gramm-Glas Rotkohl 25 Würfel.

 

Zucker löst im Gehirn die gleichen Reaktionen wie Nikotin und Kokain aus

In uns findet die Nahrungsmittelindustrie willige Verbraucher. Warum das so ist, erklärt eine Studie am American College of Neuropsychopharmacology in Brentwood, Tennessee: Zucker löst im Gehirn die gleichen Reaktionen aus wie Nikotin, Kokain und Morphine.

Zucker ist eine Droge. Und wir sind süchtig danach: Ein Durchschnittsdeutscher vertilgt jährlich 34,3 Kilogramm Zucker. Mit fatalen Folgen. Zucker macht nicht nur die Zähne kaputt; er macht müde und dick, launenhaft und depressiv. Eine Studie an der Universität Hannover ergab, dass Kinder, die viel Süßigkeiten und kaum Frischobst essen, schlechtere Noten erzielen als Kinder, die sich vollwertig ernähren.

Mehr noch: Zucker stört das Verdauungssystem, fördert Pilzbefall im Darm, schwächt das Immunsystem und begünstigt Allergien. Zu den Spätfolgen zählen Knochen- und Gelenkprobleme, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Sehstörungen und Leberschwäche. Und Diabetes.

In westlichen Gesellschaften ist der Konsum von raffiniertem Zucker zur täglichen Sucht geworden. Zucker im Kaffee und Tee, süsse Aufstriche als Brotbelag, Kuchen, Kekse und andere Süssigkeiten für den kleinen Hunger zwischendurch und Süssgetränke gegen den Durst. In Kombination mit all den versteckten Zuckermengen in Fertiggerichten, Saucen, Konserven, Milchprodukten etc. schafft es der europäische Durchschnittsbürger auf rund 40 Kilogramm reinen Zucker pro Jahr. Diese Entwicklung führt nicht “nur” zur Fettleibigkeit, sondern trägt zu enormen gesundheitlichen Problemen bei.

 

Alle 3 Wochen kommt 1 Kilogramm dazu

Wenn du diese 600 Kalorien nicht auch tatsachlich wieder verbrennst, wie beispielsweise im Sport oder bei körperlicher Arbeit, dann schlagen diese zusätzlichen Kalorien nach nur knapp drei Wochen mit einer Gewichtszunahme von 1 Kilogramm zu Buche. Und wir reden hier nicht von exzessivem, sondern von einem ganz durchschnittlichen Zuckerverzehr.

 

Zucker hat viele Namen

Der Zuckergehalt eines Produktes wird häufig absichtlich vor dem Konsumenten „versteckt“. In der Zutatenliste des Etiketts wird der Zucker nämlich nicht unbedingt auch als solcher deklariert. Da steht vielleicht Saccharose (einfach ein anderer Begriff für Zucker) oder Glucosesirup (ein billiger Ersatz für Haushaltszucker, der nicht minder gefährlich ist).

Oft enthalten Produkte auch reinen Traubenzucker (Glucose), Fruchtzucker (Fructose), Milchzucker (Laktose) oder Malzzucker (Maltose). Bei all diesen Zuckerarten handelt es sich um raffinierten Industriezucker – ganz egal, ob sie nun aus der Milch oder aus Früchten gewonnen wurden.

Die gesundheitlichen Auswirkungen dieser Zuckerarten sind ähnlich gravierend wie die des herkömmlichen Haushaltszuckers.

Da Zucker jedoch für die meisten von uns so alltäglich und selbstverständlich geworden ist, fragen sich viele: Ist Zucker tatsächlich so schlimm? Was genau ist denn nun seine Wirkung auf den menschlichen Körper? Ist Zucker wirklich ein „Gift“, wie gelegentlich behauptet wird?

 

Was ist ein GIFT?

Schaut man im Wörterbuch nach, so wird dort der Begriff „Gift“ folgendermassen beschrieben: “Eine Substanz, die einen Organismus verletzt oder tötet” und “zerstörerisch auf die Gesundheit wirkt”.

Kann Zucker die Gesundheit zerstören? Kann er einen Organismus verletzen oder gar töten? Schliesslich essen rund um den Globus viele Millionen Menschen tagtäglich grosse Mengen an Zucker in Form von Süssigkeiten, Eiscreme, Kuchen und gesüssten Getränken – und fallen danach NICHT tot um.

 

Wie wirkt Zucker wirklich?

Zucker beeinträchtigt bewiesenermassen die Leistungsfähigkeit des Immunsystems. Schon die durchschnittlich am Tag konsumierte Zuckermenge reicht aus, um das Immunsystem deutlich zu schwächen. Wenn das Immunsystem geschwächt ist, haben Bakterien, Viren, Pilze und Parasiten leichtes Spiel. Dadurch wird der Mensch ganz automatisch anfällig für viele Krankheiten.

 

Der Unterschied zwischen Zucker und einer Zuckerrübe

Wenn du eine Zuckerrübe isst, dann nimmst du nicht nur Zucker zu dir, da die Rübe auch Ballaststoffe, Vitamine und sehr viele Mineralien enthält. Die Natur hat in unseren Lebensmitteln alles vereint, was unser Körper zur Gesunderhaltung benötigt.

Wenn jetzt nur noch der von der Industrie extrahierte Zucker verzehrt wird, dann vermisst unser Organismus die Ballaststoffe, Vitamine und Mineralien, die normalerweise in der Zuckerrübe sind.

Industriezucker enthält diese Vitalstoffe nicht mehr. Das einzige, was Zucker zu bieten hat, sind Kohlenhydrate in Hülle und Fülle. Sie machen nicht nur dick, sondern auch noch krank. Natürlich nicht sofort, denn sonst würde ja keiner mehr Zucker essen wollen. Der Prozess verläuft schleichend und unauffällig, so dass kaum jemand auf die Idee kommt, im Zucker den Schuldigen für seinen miserablen Gesundheitszustand zu suchen.

 

Zucker führt zu Vitamin- und Mineralstoffmangel

Da mit dem Zucker also weder Vitamine noch Mineralien oder Ballaststoffe eintreffen, muss sich der Körper die zur Verarbeitung des Zuckers erforderlichen Begleitstoffe aus seinen eigenen Vorräten holen.

Und was passiert, wenn Tag für Tag grosse Mengen reinen Zuckers im Körper eintreffen, aber die eigentlich dazugehörigen Vitalstoffe fehlen? Dann muss der Körper jeden Tag aufs Neue in seine Vorratsschränke greifen. Ein chronischer Mineralstoffmangel ist zwangsläufig die Folge.

Dieser Mangel erzeugt kariöse Zähne, Fettsucht, ein schwaches Immunsystem, hyperaktive Kinder und sämtliche Erscheinungen, die mit vorzeitigem Altern in Verbindung gebracht werden (Falten, Haarausfall, Augen, die stets eine stärkere Brille benötigen, etc.).

 

Die langfristigen Folgen des Zuckerkonsums

Nach vielen Jahren regelmässigen Zuckerkonsums können sich Krankheiten wie Osteoporose und Diabetes entwickeln, die beide zu den Spätfolgen eines erhöhten Zuckerverzehrs zählen.

Zusätzlich erhöht Zucker das Risiko, in absehbarer Zeit an Herzerkrankungen oder Autoimmunerkrankungen wie Arthritis, Asthma und Multipler Sklerose zu leiden.

Zucker schädigt ausserdem die Leber, irritiert den Magen und zerstört die gesunde Darmflora. Im Darm füttert der Zucker die dort ansässigen parasitären Pilze und führt auf diese Weise zu Hormonstörungen der unterschiedlichsten Art. Zucker kann also sehr wohl die Gesundheit zerstören.

Die Gefahr, die vom Zucker ausgeht, ist lange bekannt

Schon 1957 bezeichnete Dr. William Coda Martin den Zucker in einem Artikel für die Michigan Organic News als ein Gift, dem es an Lebenskraft, Vitaminen und Mineralien mangele:

“Was übrig bleibt sind pure, raffinierte Kohlenhydrate. Eine unvollständige Umwandlung von Kohlenhydraten führt zur Bildung giftiger Stoffwechselprodukte (wie zum Beispiel der Brenztraubensäure)“.

Heute ist diese Aussage nicht weniger aktuell. Die völlig unterschätzten Giftstoffe, die bei der Verstoffwechslung von Zucker entstehen, beeinträchtigen viele Funktionen des Körpers und geben den Startschuss für die Entwicklung degenerativer Erkrankungen.

 

Zucker durchlöchert nicht nur Zähne

Die meisten Menschen wissen, dass Zucker schlecht für die Zähne ist, sie angreift und „durchlöchert“. Zähne stellen das härteste Material unseres Körpers dar. Wenn Zucker dieses Material durchlöchern kann, was glaubst du, was er dann mit dem Rest des Körpers anstellen kann? In seinem Buch „Sugar Blues“ bemerkt William Dufty:

„Zahnforscher haben bewiesen, dass die Zähne den gleichen Stoffwechselprozessen unterliegen wie der Rest des Körpers.“

Mit anderen Worten: Die Säure, die den Zahnschmelz ruiniert, ist dieselbe Säure, die auch deinen Eingeweiden schadet. Ganz besonders gefährdet ist hier der Darm. Die Ursache eines Leaky-Gut-Syndroms (durchlässige oder löchrige Darmschleimhaut) entwickelt sich zum Beispiel in den meisten Fällen durch einen übermässigen Zuckerkonsum…

 

Zucker bringt noch ein anderes Problem

Ein nicht zu unterschätzender Nachteil des Zuckers ist sein hohes Suchtpotential. Ja, Zucker macht definitiv süchtig und daher ist es gar nicht so leicht, den Zuckerkonsum drastisch zu reduzieren. Falls du jedoch aus deiner Zuckersucht aussteigen willst, hätten wir ein paar gute Tipps für dich parat. Hier findest du auch die Erklärung dafür, warum Zucker süchtig macht.

 

Auch brauner Zucker ist zu vermeiden

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Übrigens ist sogenannter brauner Zucker, Rüben- oder Rohrzucker nicht besser für deine Gesundheit als weisser Zucker. Brauner Zucker ist oft sogar nur weisser Zucker mit zugesetzten Farbstoffen und anderen Chemikalien. Bleib wachsam – es lohnt sich! Schon sehr bald wirst du die positiven Auswirkungen spüren können, die ein zuckerfreies Leben mit sich bringt.

 

Was kann man also tun?

Treffe eine Entscheidung! Es ist DEIN Körper und DEIN Leben. Wenn du dich für ein Leben ohne Zucker entscheidest, lies IMMER die Zutatenliste auf den Etiketten deiner Lebensmittel, um auch den versteckten Zucker aufzuspüren.

 

Zucker – tickende Zeitbombe für Ihre Gesundheit


Für die Naschkatzen gibt es aber zum Glück auch den gesunden Zuckerersatz, was in gemässigten Mengen keine gesundheitlichen Nachteile mit sich bringt. Im Gegenteil: Viele dieser natürlichen Süssungsmittel sind ein wirklich gesunder Zuckerersatz pflanzlichen Ursprungs. Sie süssen nicht nur, sondern schenken dir zusätzlich noch den einen oder anderen Gesundheitsvorteil und nicht – wie so manche vollsynthetischen Süssstoffe, die aus den Laboren der Nahrungsmittelindustrie stammen.

 

Diese 9 gesündesten Süssungsmittel,  haben es in sich :

 

1 ) Stevia

Stevia gehört zu den Süssstoffen – was bedeutet, dass man mit winzigen Mengen dieselbe Süsskraft des Haushaltszuckers erreicht. Stevia soll sogar bis zu 300mal süsser sein als Zucker und ist daher ein wunderbarer und dazu noch pflanzlicher Zuckerersatz. Gleichzeitig verändert sich der Blutzuckerspiegel durch Stevia nicht, und die Bauchspeicheldrüse bleibt entspannt (sie muss kein Insulin ausschütten).

Will man komplett auf Zucker verzichten, dann ist Stevia eine gute Idee – vor allem, wenn nur Getränke gesüsst werden sollen.

Bei anderen Rezepturen wie Kuchen, Torten und Gebäck ist es hingegen schwieriger, reines Stevia richtig einzusetzen und so zu dosieren, dass der Geschmack zufrieden stellend ausfällt. Daher werden in viele Stevia-Produkte auch andere Zuckerersatzstoffe wie Erythrit gemischt. Dieses verleiht dem Süssungsmittel mehr Fülle, so dass es ähnlich wie Zucker dosiert und verwendet werden kann. Wenn du reines Stevia möchtest, musst du beim Kauf also sehr gut Acht geben, ob dieses allein enthalten ist oder nicht vielleicht noch weitere Süssungsmittel beigemischt sind.

Stevia ist ein hervorragender und gesunder Zuckerersatz zum Süssen von Tee, Mate, Shakes und Smoothies oder Desserts. Für Tee kann man die natürlichste Stevia-Variante wählen, nämlich das grüne Steviablattpulver, die getrockneten Blätter oder – wenn man eine Stevia-Pflanze besitzt – auch die frischen Blätter. Pulver und Blätter gibt man zum Tee, überbrüht alles mit heissem Wasser und seiht auch alles gemeinsam wieder ab. Steviapulver kann man auch einfach mittrinken.

Stevia ist auch ideal für Diabetiker und wirkt Karies so gut entgegen, dass Stevia längst vielen naturkosmetischen Zahncremes beigemischt wird.

 

2) Xylit

Xylit (auch Xylitol oder Birkenzucker genannt) ist ein weiteres recht gesundes Süssungsmittel.  Normalerweise wird Xylit aus den Resten der Maiskolben hergestellt; manche Xylit-Händler bieten jedoch noch Xylit an, das nach wie vor aus Birkenholz stammen soll. Das Ergebnis – ob aus Mais oder Birken – ist jedoch identisch. Xylit ist somit kein synthetischer Zuckerersatz, sondern einer aus pflanzlichen Rohstoffen.

Xylit entsteht in Mengen von bis zu 15 Gramm auch im Laufe des Energiestoffwechsels im menschlichen Körper, so dass es sich um keinen körperfremden Stoff handelt. Dennoch können – wie bei allen Zuckeraustausschstoffen – grössere Xylitmengen abführend wirken. Die entsprechende Dosis ist jedoch sehr individuell. Man geht davon aus, dass 0,5 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht gut vertragen werden. Überdies weiss man, dass sich der Körper langsam an grössere Xylitmengen gewöhnen kann.

Xylit hebt weder Blutzuckerspiegel noch Insulinspiegel merklich an und hat daher entzündungshemmende Effekte. Besonders bekannt ist jedoch der positive Einfluss von Xylit auf die ZahngesundheitVerschiedene Studien zeigten, dass Xylit Karies, Zahnbeläge und auch Zahnfleischprobleme sehr gut hemmen kann. 

Mengenmässig wird Xylit genau wie Zucker verwendet, weshalb er ein ganz besonders beliebter Zuckerersatz darstellt. Man tauscht also den Zucker einfach gegen Xylit – jedoch (wie oben erwähnt) immer in jenem Mass, das man gut verträgt bzw. an das man gewöhnt ist.

Achtung: Achte darauf, dass kein Hund etwas von den mit Xylit gesüssten Speisen zu sich nehmen kann, da Xylit auf den Hunde-Organismus anders wirkt als auf den menschlichen Körper und Hunden schadet, ja sogar tödlich für sie sein kann.

 

3) Ahornsirup

Ahornsirup ist ein sirupartiger Zuckerersatz. Im Gegensatz zu Stevia und Xylit, beeinflusst Ahornsirup den Blutzuckerspiegel, allerdings nicht annähernd so negativ wie etwa der Haushaltszucker. Da Ahornsirup überdies nicht so einen hohen Gehalt an Fructose aufweist wie beispielsweise Agavendicksaft, bringt er auch nicht die ungünstigen Eigenschaften des Fruchtzuckers mit sich.

Ahornsirup hat – je nach Grad – einen mehr oder weniger starken malzähnlichen Eigengeschmack und passt daher als Zuckerersatz nicht in jede Rezeptur. Sehr gut schmeckt Ahornsirup jedoch zu vielen Desserts, zu Shakes, zu Marmelade, zu Gebäck und etlichen Kuchenarten (z. B. im Apfelstrudel) sowie im Tee. Auch in herzhaften Rezepturen kann Ahornsirup als Zuckerersatz eingesetzt werden, z. B. in Dressings. 

 

4) Yacon

Yacon (Smallanthus sonchifolius) ist eine Pflanze aus Südamerika. Die dort seit Jahrhunderten als Nähr- und Heilpflanze verwendet wird. Man glaubt, dass Yacon bei Diabetes, Nierenkrankheiten und Verdauungsbeschwerden helfen kann, was sich zum grössten Teil auch tatsächlich bewahrheitet hat.

Die knollenförmige Yaconwurzel erinnert optisch an die Süsskartoffel. Aus Yacon kann ein leckerer und äusserst gesunder Zuckerersatz hergestellt werden: Yaconsirup und Yaconpulver. Sirup und Pulver aus Yacon sind von sanfter Süsse und stellen die beiden besten Quellen für Fructooligosaccharide dar, womit wir schon zum ersten der vielen gesundheitlichen Vorteile von Yacon kommen.  Fructooligosaccharide sind präbiotische und süss schmeckende lösliche Ballaststoffe, die der nützlichen Darmflora als Nahrung dienen, der Darmgesundheit sehr förderlich sind und die Verdauung regulieren. Daher wirken Yaconsirup und Yaconpulver so gut bei chronischen Verstopfungen.

Weil Fructooligosaccharide als Ballaststoffe unverdaulich sind, gelangen sie nicht – wie Zucker – ins Blut und erhöhen daher weder das Körpergewicht noch den Blutzuckerspiegel. Infolgedessen soll Yacon einen sehr niedrigen glykämischen Index aufweisen. Yaconsirup und Yaconpulver helfen auch beim Abnehmen und reduzieren die Insulinresistenz (Diabetes-Vorstufe) und sind sehr gut für Diabetiker geeignet.
Ausserdem trägt Yacon zur Deckung des Mineralstoffbedarfs bei, was man vom herkömmlichen Zucker nicht gerade behaupten kann. Yaconpulver enthält 130 mg Calcium, 860 mg Kalium und 2,9 mg Eisen pro 100 Gramm. Da Yaconsirup und Yaconpulver sanft süss schmecken passen sie als leckerer und pflanzlicher Zuckerersatz in fast alle Rezepturen, die Süsse benötigen. Besonders gut harmoniert Yacon in Desserts, Dressings, Dips, Müslis, Shakes und Smoothies.

 

5) Kokosblütenzucker

Kokosblütenzucker wird aus dem Blütennektar der Kokospalme gewonnen. Er wird nach traditioneller Art eingedickt, getrocknet und gemahlen. Somit ist er also weniger ein Zuckerersatz als vielmehr einsehr naturbelassener Zucker – weder raffiniert noch gebleicht oder anderweitig verarbeitet.

Ausserdem sagt man dem Kokosblütenzucker einen niedrigen glykämischen Index (GI) von gerade einmal 35 nach. Das bedeutet, der Verzehr von Kokosblütenzucker führt zu einem nur sehr geringen und vorübergehenden Blutzuckeranstieg und daher nicht zu heftigen Blutzuckerschwankungen – wie wir das von herkömmlichen Zuckersorten kennen. Gleichzeitig ist der Kokosblütenzucker arm an freier Fructose, so dass er auch nicht deren Nachteile mit sich bringt.

Kokosblütenzucker ist nicht so süss wie Haushaltszucker. Dennoch wird im Allgemeinen empfohlen, ihn 1 : 1 wie Haushaltszucker einzusetzen. Kokosblütenzucker schmeckt kaum nach Kokos, sondern eher nach Karamell.

 

6) Palmzucker

Palmzucker wird  schon sehr lange in den Tropen, hauptsächlich in Indien, verwendet. Er wird – wie Kokosblütenzucker – aus dem Blütennektar bestimmter Palmen – den Zuckerpalmen – gewonnen. Sein Geschmack erinnert ähnlich wie Kokosblütenzucker an Karamell und passt daher zu sehr vielen Rezepturen.

Sein glykämischer Index ist mit 40 für ein Süssungsmittel ebenfalls sehr niedrig angesiedelt. Und genau wie beim Kokosblütenzucker ist auch hier der Fructosegehalt mit 3,1 Gramm pro 100 Gramm sehr gering. Analysen zeigen, dass Palmzucker Eisenwerte von 30 mg pro 100 g aufweist, womit es bereits ab 1 EL pro Tag sehr gut zur Eisenversorgung beitragen könnte. Von daher eignet sich Palmzucker als gesunder und pflanzlicher Zuckerersatz sehr gut.

 

7) Datteln

Ein sehr natürlicher und gesunder Zuckerersatz stellen Trockenfrüchte dar. Die meisten Trockenfrüchte haben jedoch einen spezifischen Eigengeschmack und passen daher nicht in alle Gerichte. Datteln jedoch verfügen über eine vergleichsweise neutrale Süsse, weshalb man sie sehr gut als Süssungsmittel verwenden kann. Stellt man Suppen, Sossen, Fruchtpürees, Smoothies, Shakes etc. mit dem Mixer her und benötigt noch etwas Süsse, dann kann man eine oder zwei Datteln einfach mit in den Mixer geben.

Aus Datteln kann man jedoch auch sehr unkompliziert selbst einen “Dattelsirup” herstellen. Dieser selbstgemachte Sirup hat jedoch nichts mit käuflichem Dattelsirup zu tun. Letzterer besteht aus dem eingekochten Saft von Datteln. Der selbst gemachte Dattelsirup wird aber nicht gekocht und besteht auch nicht aus Dattelsaft.

Man nimmt dafür einfach einige getrocknete Datteln, entfernt die Kerne und gibt die Datteln in den Hochleistungsmixer. Fügt etwas Wasser oder frisch gepressten Orangensaft hinzu und mixt so lange, bis sich eine einheitliche Konsistenz ergibt. Den so hergestellten “Sirup” kann man in Flaschen oder andere verschliessbare Gefässe abfüllen und (bis zu 10 Tage) im Kühlschrank aufbewahren.

Der Dattelsirup passt sehr gut in Shakes, Smoothies, Proteindrinks, Superfooddrinks, aber auch in Kuchen und Gebäck. Für Tee ist dieser Zuckerersatz jedoch nicht geeignet.

 

8) Das Rote-Bananenpulver

Eines der natürlichsten Süssungsmittel ist das Rote-Bananenpulver. Hochwertiges Rote-Bananenpulver wird ohne Hitzeeinwirkung hergestellt und liegt daher in Rohkostqualität vor. Gleichzeitig liefert das Rote-Bananenpulver reichlich Beta-Carotin, Kalium, immerhin 8 Prozent Eiweiss und fast 6 Prozent Ballaststoffe.

Das Rote-Bananenpulver ist ein vollwertiger Zuckerersatz für Desserts, Müslis, Fruchtsalate, und viele Shakes und Smoothies. Auch im Kuchen und in selbst gemachten Müsliriegeln kann das Rote-Bananenpulver jedes andere Süssungsmittel ersetzen.

Voraussetzung dafür ist natürlich, dass man den Bananengeschmack liebt. Das Rote-Bananenpulver schmeckt jedoch etwas anders als die bekannten gelben Bananen, milder und gleichzeitig fruchtiger.

 

9) Salz

Ob du es glaubst oder nicht: Salz kann eine Art Zuckerersatz sein. Schon eine Prise (Himalaya-Salz oder Steinsalz) in deinem morgendlichen Smoothie, am Obstsalat oder an süssen Getränken und Speisen kann deren natürliche Süsse ohne die Zugabe von weiterem Zucker erheblich verstärken.

Salz verstärkt also nicht nur den herzhaften Geschmack vieler Lebensmittel, sondern erhöht ausserdem auch die natürliche Süsse leicht süsslich schmeckender Lebensmittel. Das bedeutet, dass du weniger Süssungsmittel benötigst, um deinen Speisen die gewünschte Süsse zu verleihen, wenn du ein ganz klein wenig Salz darüber streust. Das Salz sorgt dafür, dass die Fähigkeit des Gehirns, das Geschmacksempfinden “Süss” zu verarbeiten, verbessert wird.

 

Am gesündesten ist es natürlich auf Zucker aber auch die Ersatzprodukte gänzlich zu verzichten. Wenn dich der Heisshunger auf Süsses packt, greife einfach zu frischen Früchten oder trinke einen Fruchtsmoothie.  Auch Mandelmilch, mit oder ohne Früchte zubereitet, stellt eine sehr gesunde und überaus köstliche Alternative dar.

 

Quelle

Mutter Natur: "Spread the love" !
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