So gesund sind Pfifferlinge

Pfifferlinge • Gesunde Delikatesse

 

Pfifferlinge gehören ohne Frage zu den leckersten Pilzen. Wir verraten, wie gesund sie sind und was man auf keinen Fall mit ihnen tun sollte (roh essen, zum Beispiel). Feine Rezepte und Tipps für die Zubereitung haben wir auch.

 

Pfifferlinge sind beliebt! Fast 10.000 Tonnen werden jährlich nach Deutschland importiert. Meist stammen sie aus Polen, Tschechien und anderen osteuropäischen Ländern. Denn der Cantharellus, so sein botanischer Name, lässt sich nicht wie der Champignon züchten, sondern wächst nur im Wald. Pfifferlinge haben einen dottergelben Hut, der bis zu 15 Zentimeter Durchmesser erreichen kann. Anfangs ist er nach oben gewölbt, später sinkt er ein und wird trichterförmig.

 

Saubere Luft und guter Boden

Auch in Deutschland konnten Pilzsammler den Pfifferling oft schon ab Juli (und bis November) in den Wäldern finden. Ein benachbarter Baum und eine spezielle Zusammensetzung des Bodens mit bestimmten Mineralien gehören zu den Bedingungen, unter denen das “Reherl” gut gedeihet. Heute ist das mit dem selbst Sammeln schwierig geworden. Denn einerseits sind Pfifferlinge in Deutschland wegen der Luftverschmutzung mit Stickstoff und hoher Ozonwerte (Ozon verhindert die Verbreitung des Pilzes) viel seltener geworden. Andererseits dürfen die Pilze, wenn trotzdem ein paar Exemplare gefunden werden, nur in kleinen Mengen gesammelt werden. Sie stehen unter Artenschutz.

 

So gesund sind Pfifferlinge

Pfifferlinge enthalten viel Wasser, Eiweiß und Ballaststoffe, aber nur elf Kalorien pro 100 Gramm! Sie liefern kein Fett, aber

  • Beta-Carotin (daraus kann unser Körper Vitamin A herstellen)
  • Vitamin C
  • Vitamin D
  • Kalium
  • Eisen
  • Phosphor

 

Wenn Sie Pfifferlinge kaufen, achten Sie bitte darauf, dass die Pilze nicht verfärbt oder ausgetrocknet sind. Sie sollten hellgelb und prall aussehen und keine dunkle Flecken haben, die Hüte nicht verletzt sein.

 

Verklebte Exemplare lassen nicht auf Frische schließen. Schnuppern Sie an den Pfifferlingen. Frische Ware zeichnet sich durch ein fruchtiges Aroma aus – genau wegen dieses Geschmacks sind die Eierpilze ja auch so beliebt.

 

Pfifferlinge richtig putzen und zubereiten

Die zarten Pfifferlinge lassen sich nicht lange lagern, höchsten einen Tag im Gemüsefach des Kühlschranks bei fünf Grad. Am besten verarbeiten Sie die Pilze noch am gleichen Tag. Sie sollten sehr sanft behandelt werden, also die Pfifferlinge besser nur mit einem Pinsel säubern. Falls die Schwammerln stark verschmutzt sind, kann man sie mit Wasser vorsichtig waschen und trockentupfen, niemals jedoch im Wasser liegen lassen, sonst verliert der Pilz sein Aroma.

 

Warum Sie die Pilze nicht roh essen sollten

Pfifferlinge dürfen Sie auf keinen Fall roh genießen. Die Pilze enthalten viel Chitin. Dieses Kohlenhydrat ist schwer verdaulich und verliert erst durch Erwärmen diese Eigenschaft teilweise. Außerdem können auf rohen Pfifferlingen Eier vom Fuchsbandwurm haften. Nur durch Hitze werden sie zerstört.

 

Pfifferlinge richtig zubereiten – klassisch und modern

Am besten braten oder backen Sie deshalb Pfifferlinge. Klassisch werden die Waldpilze etwa zur Füllung von Wildgeflügel verwendet und als Beilage zu deftigen Fleischgerichten im Herbst und Winter. Daneben gibt es aber auch eine Reihe von weiteren Rezepten mit Pfifferlingen, die ihr buttrig-pfeffriges Aroma gut zur Geltung bringen.

 

Die besten Rezepte mit Pfifferlingen

 

Pfifferlingpfanne

  • 250 gr Pfifferlinge, geputzt
  • 1 Zwiebel
  • Rapsöl
  • Salz, Pfeffer
  • ein Becher Sahne oder Sojasahne
  • Petersilie

 

Zwiebel würfeln und in Öl glasig dünsten, die klein geschnittenen Pfifferlinge dazugeben und kräftig durchbraten. Die Sahne hinein gießen, mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit Petersilie dekorieren. Eine perfekte Beilage zu Fleisch, aber auch mit einem Stück Bauernbrot ein feines Abendessen. Mit Semmelknödel serviert wird sie Pilzpfanne zum vegetarischen Hauptgericht.

 

Pfifferling-Kräuteromelette

  • 250 gr Pfifferlinge
  • 1 Zwiebel
  • 1Rapsöl
  • 1 Becher Creme fraiche
  • 6 Eier
  • etwas Mehl
  • frische Kräuter, gehackt, etwa Petersilie, Schnittlauch
  • Salz, Pfeffer

 

Zwiebeln würfeln und im Öl andünsten, die geputzten, klein geschnittenen Pfifferlinge dazugeben, gut durchbraten, Creme fraiche unterrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Eier schaumig rühren, eine Prise Mehl und Salz dazugeben, die Kräuter unterrühren. In einer zweiten Pfanne zwei kleine Omeletts braten, mit der Pilzmischung füllen.

 

 

Pasta mit Pfifferlingen

  • 250 gr Pasta nach Wahl kochen, abgießen und von dem Nudelwasser etwas aufheben
  • 250 gr Pfifferlinge
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • Olivenöl
  • 2 Löffel Mascarpone
  • Salz, Pfeffer
  • frische Petersilie

 

Zwiebel, Knoblauch fein würfeln und im Olivenöl erhitzen, die geputzten, klein geschnittenen Pilze dazugeben und gut durchbraten. Mascarpone und die gleiche Menge Nudelwasser unterrühren, kräftig abschmecken. Die Nudeln unterheben und mit der frischen Petersilie garnieren.

 

 

Guten Appetit

 

Quelle

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