Kleingärtner als Schwerkriminelle: 25.000 Euro Strafe für den Anbau alter Obst- und Gemüsesorten

Es gibt noch altes Saatgut, also Saatgut von Jahrhunderte alten Obst- und Gemüsesorten. Es ist widerstandsfähig und lässt sich wunderbar reproduzieren – man darf es aber nicht. Es gibt in der BRD ein Saatgutverkehrsgesetz, welches den Handel, den Tausch und die Weitergabe von altem Saatgut verbietet. Die Menschen sollen lieber genmanipuliertes Saatgut von verbrecherischen Großkonzernen nutzen.

 

Jahrtausendelang war es ganz selbstverständlich, Obst und Gemüse anzubauen, dabei auch neue Pflanzensorten zu züchten und das Saatgut an Familienmitglieder, Freunde und Bekannte weiterzugeben oder zu verkaufen. Oft waren jahrhundertelange Prozesse vonnöten, um Landsorten zu züchten, die perfekt an die lokalen Umweltbedingungen angepasst waren. Es entstanden im Laufe der Zeit immer mehr Sorten, die alle gewisse Eigenarten aufwiesen.

 

Bis ins 20. Jahrhundert hinein war die Pflanzenzucht ein Teilgebiet des Pflanzenbaus. Zahllose Generationen von Bauern und Gärtnern arbeiteten hart an der landwirtschaftlichen Vielfalt. Doch dann entwickelte sich im Laufe der 1950er Jahre die sogenannte „Grüne Revolution“ und es wurden die ersten Hochertragssorten erzeugt. In den 1980er Jahren begann die „Grüne Gentechnik“ Fuß zu fassen. Dabei wird mit Labormethoden in das Erbgut von Pflanzen eingegriffen. Seit 1996 werden gentechnisch veränderte Pflanzen kommerziell angebaut. Inzwischen sind schon rund 12 Prozent des weltweit nutzbaren Ackerlandes damit bepflanzt – betroffen sind vor allem arme Länder, da dort versucht wird, mit wenig finanziellem Aufwand hohe Erträge zu generieren.

 

Der Protest gegen die Genmanipulierung von Nutzpflanzen ist nicht unbegründet. Die Auswirkungen auf Menschen, Tiere und Umwelt sind schlicht unkontrollierbar. Gentechnik ist geradezu eine tickende Zeitbombe. Wenn der Mensch derartig in die Natur eingreift, sind die Folgen selten positiv. Doch da heute die Gesundheit von Menschen und Tieren für Großkonzerne keine Rolle spielt und lediglich die Profitmaximierung im Fokus steht, ist es nicht verwunderlich, dass immer mehr genmanipulierte Lebensmittel in den Regalen unserer Supermärkte landen.

 

Während es im Jahre 1985 weltweit ganze 7.000 Saatgut-Unternehmen gegeben hat, deren Anteil am Weltmarkt jeweils weniger als 1 Prozent betrug, waren es im Jahr 2009 nur noch 10 Konzerne, die gemeinsam mehr als 74 Prozent des Weltmarktes kontrollierten. Diese bringen auch immer mehr genverändertes Saatgut in Umlauf. In der Europäischen Union stammen mittlerweile 95 Prozent des Gemüse-Saatgutes von nur 5 Konzernen!

 

 

Ein aus dem Jahre 1930 stammendes Gesetz, das Saatgutverkehrsgesetz, wurde ursprünglich konzipiert, um den Verbraucher zu schützen. Niemand sollte gesundheitsgefährdendes Obst und Gemüse auf dem Teller haben. Aus diesem Grund darf laut Gesetz lediglich zugelassenes Saatgut vertrieben oder auch verschenkt werden. Man sollte meinen, dass dieses Gesetz sinnvoll ist. War es auch, bis es ad absurdum geführt wurde. Beispiel gefällig?

 

Das Bundessortenamt hat ganze 42 Kriterien ausgewählt, welche dabei helfen sollen, Kartoffeln zu klassifizieren. Dabei geht es um Form, Farbe, Schale, Oberflächenbeschaffenheit oder Konsistenz, der Geschmack ist nebensächlich und interessiert dabei nicht. Alle Kriterien bekommen bei der Klassifikation einer neuen Sorte einen Wert zwischen 1 und 9 zugeteilt. Je höher, desto besser. Am Ende werden die Werte aller Kriterien addiert und die Kartoffel mit dem höchsten Wert hat laut Bundessortenamt auch die beste Qualität. Eine genmanipulierte Kartoffel, die nach nichts schmeckt, kann demnach sehr gut abschneiden, weil sie wunderbar rund, mit einer hübschen Schale versehen und schön gelb ist.

 

Haben Sie schon einmal im heimischen Garten Tomaten angepflanzt? Dann werden sie den Unterscheid zu jenen Tomaten, die in den Supermärkten verkauft werden, geschmeckt haben. Die meisten kommerziell gezüchteten Tomaten haben in ihrem Leben kaum Sonnenlicht gesehen und schmecken oftmals nur nach Wasser. Hauptsache sie sind klassifiziert und gesetzlich zugelassen. Wenn Sie jedoch alte Sorten anbauen, schützen und das Saatgut weitergeben, dann sind Sie in der BRD kriminell. Hätten wir keine derartig kriminellen Landwirte und Hobbygärtner, wären aber viele dieser alten Sorten schon längst ausgestorben.

 

Wer gegen das Saatgutverkehrsgesetz verstößt, begeht eine Ordnungswidrigkeit, die mit Geldbußen bis zu 25.000 Euro bestraft wird. Wenn Sie also eine alte Sorte an Saatgut weitergeben, machen Sie sich strafbar. Obwohl alte Sorten oftmals deutlich mehr Nährstoffe enthalten als marktübliches Obst und Gemüse, ist der Vertrieb in Deutschland illegal. Vielleicht auch gerade deshalb. Denn wer keine Vitamine zu sich nimmt, ist der perfekte Kandidat für die Pharmaindustrie. Und bei Namen wie Bayer oder Monsanto, die das Saatgutgeschäft dominieren, muss man nur 1 und 1 zusammenzählen, um zu erkennen, wobei es bei der ganzen Sache wirklich geht.

 

Quelle

Mutter Natur: "Spread the love" !
  • 8.9K
    Shares

14 comments

  1. Unnötig reißerischer Artikel mit der typischen Verschwörungstherie als Salz in der Suppe. Aber vermutlich wird mir jetzt ohnehin unterstellt, mit der Pharmaindustrie unter einer Decke zu stecken.

    Wer seid ihr? Wo ist euer Impressum? Warum gibt es Menschen, die einen Text in weiß auf schwarz als lesenswert erachten?

    1. Wo genau im Artikel ist die Verschwörungstheorie? Oder wenigstens was ist nur Theorie? Das interessiert mich wirklich.

  2. Der Artikel ist Unsinn! Dieses Gesetz bezieht sich nur auf Gewerbebetriebe und soll Verbraucher vor Schäden schützen!
    Der Kleingärtner kann anbauen und züchten was er will (außer Rauschgift).

  3. To Björn :
    Natürlich ist das ein Puzzleteil der Verschwörungspraxis ( nicht Theorie). Was fält daran so schwer zu begreifen. Das Bild wird doch immer klarer wohin die Reise geht. Und die Mittel dazu sind vielfältig. Entweder weißt du nicht genug um andere Hintergründe oder du kannst es einfach nicht zulassen. Aber wenn du jung genug bist, wirst du noch alles erleben.
    Ich bin auf jeden Fall vollständig des illusionsniert .
    Und insbesondere die Nahrungsmittel und Medizinhintergründe sind mir berufsbedingt seit langen Jahren klar geworden.

  4. Ich finde den Artikel weder reißerisch noch Verschwörungstheorie.
    Egal ob weiß auf schwarz oder schwarz auf weiß, auf den Text kommt es an.
    Es gibt noch Menschen, welche erkennen können, worauf es ankommt, erkennen dass die genmanipulierten und hochgezüchteten Nahrungsmittel bzw. Füllstoffe den Begriff Lebensmittel auf keinen Fall verdienen.
    Auch wenn Björn dazu leider nicht in der Lage ist, will ich ihm nicht unterstellen, mit der Pharmaindustrie unter einer Decke zu stecken.
    Aber die Lebensmittelmafia unterstützt er, egal ob wissentlich oder unwissentlich mit seiner Aussage doch 😉
    Ich wünsche ihm jedenfalls ein baldiges Erwachen aus seinem Traum, noch bevor er selbst keine Wahl mehr hat, ob er sich LEBENSMITTEL oder Füllstoffe kaufen kann!

  5. Y So ist das halt. Weiß auf Schwarz ist prima zu lesen und schont die Augen. Und das mit dem Saatgut und den Konzerninteressen ist Fakt. Punkt.

  6. Interessanterweise habe ich zwischen dem Artikel eine Werbung für genmanipulierten Mais angezeigt bekommen. Auf welcher Seite spielt “Mutter-Natur.net” denn wirklich? Und ein Impressum finde ich auch nicht.
    Man sollte nicht alles glauben, was so verbreitet wird…

  7. Schon wieder eine völlig irreführende Überschrift! Im Saatgutverkehrgesetz heißt es im § 3: “(1) Saatgut darf zu gewerblichen Zwecken nur in den Verkehr gebracht werden, wenn …” Hier ist ein Wort wichtig: “Gewerblich”. Wenn Hobbygärtner miteinander Saatgut tauschen, ist alles legal..

  8. das ist keine verschwörung sondern tatsache mit gesunden obst und gemüse können die juden kein geld machen
    vanhagen du hast den nagel auf den kopf getroffen, das tut weh , aber die typen kommen jedes jahr immer naeher a ihr ziel

Add a Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *