Der Hausbaum – ein Freund fürs Leben

Geeignete Hausbäume gibt es für jeden Garten. Sie bringen nicht nur etwas Grün vor das Haus, sondern schützen auch vor Sonne und Regen. Aus welchem Grund Hausbäume früher gepflanzt wurden und welche Arten sich für kleine Gärten eignen, lesen Sie hier.

 

Einen geeigneten Hausbaum zu finden, ist nicht schwer. Denn es existiert eine große Auswahl an verschiedenen Formen, Größen und Farben. Für kleine Gärten eignen sich Bäume, die sich nicht nach allen Seiten hin ausbreiten.

Ursprünglich gehörte die Pflanzung eines Hausbaums beim Neubau eines Hauses dazu. In Deutschland wurden vorwiegend Esche, Linde oder Eiche gepflanzt und sollten das Haus und die Familie schützen. Durch die lange Lebensdauer der Bäume war es üblich, dass die Bäume mehrere Generationen begleiteten und immer als Andenken an frühere Zeiten dienten.

Bestimmten Bäumen wurden sogar magische Kräfte zugeschrieben, die zum Beispiel Unheil abwenden oder Mut und Kraft schenken sollten. Doch nicht nur beim Hausbau pflanzte man früher einen Hausbaum. Bäume wurden immer im Zuge von wichtigen Anlässen gepflanzt. Dazu gehörten Hochzeiten oder auch die Geburt eines Kindes – bei einem Mädchen entschied man sich dann meist für eine Eiche oder einen Apfelbaum und bei der Geburt eines Jungen für eine Linde oder einen Nussbaum.

 

Verschiedene Kronenformen

Damit Sie später keine Probleme bekommen, sollten Sie schon vor dem Kauf gut überlegen, welche Kronenform sich für Ihren Hausbaum am besten eignet.

 

  • Säulenformen

Säulenförmige Bäume nehmen nicht viel Platz weg und eignen sich deshalb optimal für kleine Gärten. Sie überzeugen hauptsächlich durch ihre Höhe und werfen nur wenig Schatten. Wenn Ihnen ein einzelner Baum zu unauffällig wirkt, empfiehlt es sich, die Baumart zum Beispiel als Dreier-Gruppe am Hauseingang oder an der Terrasse zu positionieren. Geeignete säulenförmige Bäume sind zum Beispiel die Säulen-Eberesche (Sorbus aucuparia ’Fastigiata’), die Säulen-Hainbuche (Carpinus betulus ’Monumentalis’) oder auch die Säulen-Zierkirsche (Prunus serrulata ’Amonogawa’).

 

Gut zu wissen: Mit der Zeit verändern sich die Bäume jedoch zunehmend. So kann es passieren, dass die anfänglich schlanken Bäume zunehmend kegel- oder eiförmig werden.

 

  • Kugelbäume

Kugelkronige Bäume erreichen einen Durchmesser von etwa vier bis sechs Metern und lockern streng gestaltete Gärten auf. Besonders wirkungsvoll ist die paarweise Anreihung rechts und links eines Weges oder am Hauseingang. Zu den Kugelbäumen gehört zum Beispiel der Kugelahorn (Acer platanoides ’Globosum’), der im Herbst eine schöne Laubfärbung aufweist. Weiterhin beliebt sind der Rotdorn (Crataegus laevigata ’Paul’s Scarlet’) oder der exotisch anmutende Kugel-Trompetenbaum, welcher mit herzförmigen Blätten, die sich im Herbst geld färben, überzeugt.

 

Kugelbaum

 

  • Überhängende Kronen

Bäume mit Hängekronen sind meist breiter als hoch und passen optimal in romantische Gärten. Doch unterschätzen Sie die Größe der Bäume nicht. Die Hänge-Maulbeere streckt ihre Äste bis zu vier Meter weit aus, die Echte Hängebirke etwa sechs Meter und die Lauben-Ulme stolze zehn Meter. Als beeindruckende Solisten lassen sie dem Garten sein natürliches Erscheinungsbild, verlangen jedoch freien Stand. Großwüchsige Sträucher sind deshalb unbedingt mit Abstand zu pflanzen. Das ausladende Blätterdach ist daher der ideale Ort für eine lauschige Sitzecke, um mit Freunden zu feiern, zu lesen oder im Schatten zu dösen. Wer lieber Unterpflanzungen durchführen möchte, muss beachten, dass nur schattenverträgliche Sträucher oder Stauden wie Astilbe oder auch Nieswurz empfehlenswert sind.

 

Schattenplatz unter einem Baum

Kleine Bäume für kleine Gärten

Nicht nur Kugel- und Säulenkronen eignen sich wunderbar für kleine Gärten, auch Ziersträucher, die man als Hochstamm formiert, benötigen wenig Platz. So eignen sich zum Beispiel auch die Harlekinweide (Salix integra ’Hakuru Niskishi’) oder das Mandelbäumchen (Prunus triloba) mit seinem schönen Blütenschmuck.

Tipp: Bedenken Sie, dass die Bäume im Winter ihr Laub verlieren. Der Blasenbaum, der Lederhülsenbaum und der Pagoden-Hartriegel können auch im Winter mit ihrem malerischen Wuchs überzeugen.

 

Farbspiele

 

  • Herbst

Auch wenn im Herbst die Blätter beginnen zu fallen und die Natur sich bereits auf den kommenden Winter einstellt, gibt es einige Bäume, die in dieser Zeit ihre schönste Form annehmen. Denn durch die auffällige Herbstfärbung, wie es zum Beispiel beim Amberbaum oder beim Eisenholzbaum der Fall ist, wird der Garten nochmal zu etwas ganz Besonderem. Weitere tolle Farben im Herbst bieten der Ahornbaum, die Hainbuche und die Zierkirsche.

  • Frühling

Wunderschön sehen Zierkirschen und Magnolien im Frühling aus. Mit ihren rosafarbenen Knospen werden sie zum Blickfang in der gesamten Nachbarschaft und verleihen Ihrem Garten eine besonders schöne, frische Atmosphäre. Sie gehören zu den Bäumen, die ihre Blüte vor dem Austrieb der Blätter zeigen. Dabei gibt es aber auch Bäume, die erst dann zu blühen beginnen, wenn der Baum schon belaubt ist – das ergibt eine schöne Farbkombination.

 

Zierkirsche

 

Pflanzung und Pflege

Damit Ihr Baum gut wächst, müssen Sie den richtigen Standort auswählen. Informieren Sie sich also rechtzeitig, ob ihr Baum lehmigen, sauren oder alkalischen Boden bevorzugt. Außerdem sollte geklärt sein, wie viel Wasser benötigt wird und ob der Baum gerne sonnig oder doch lieber etwas geschützter steht. Nur wenn diese Faktoren geklärt sind, können Sie Ihr Gehölz pflanzen.

  • So wird gepflanzt

Experten empfehlen, den Baum im Herbst zu pflanzen, sodass dieser noch vor dem Winter neue Wurzeln bilden kann und man im folgenden Jahr weniger gießen muss. Graben Sie ein Pflanzloch aus, das doppelt so breit und tief wie der Wurzelballen ist. Lockern Sie die Grubensohle etwas auf, damit später keine Staunässe entstehen kann. Setzen Sie dann den Wurzelballen ins Loch und füllen Sie den Zwischenraum mit Erde auf. Achten Sie darauf, dass der Baum gerade steht. Damit der Baum auch bei Sturm sicher steht, sollten nun drei Stützpfähle in Stammnähe angebracht werden. Ganz zum Schluss wird der Baum noch kräftig angegossen und die Erde eingeschlämmt.

 

Baum pflanzen

 

  • Schnitt

Grundsätzlich vertragen Bäume einen Schnitt im Sommer besser als im Herbst. Ab August sollte man jedoch auf größere Schnittaktionen verzichten. Kugelbäume, Stein-, Kern- und Beerenobst erhalten ihren Schnitt meist im Spätwinter von Januar bis März, vorausgesetzt es ist wärmer als –5 Grad Celsius. Kirschen schneidet man in Sommer während oder nach der Ernte, Pfirsiche im Frühjahr beim Austrieb. Informieren Sie sich also am besten, wann für Ihren Baum der richtige Zeitpunkt zum Schnitt ist.

 

Quelle

Mutter Natur: "Spread the love" !
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