Seedbombs (Samenbomben) für Hummeln und Bienen selbermachen

Einfach und schnell selbstgemacht – ein Geschenk für die Natur!

 

April und Mai ist die beste Zeit, um Seedbombs (Samenbomben) in der Stadt und in der Natur zu verteilen, um nützliche Pflanzen für Hummeln und Bienen wachsen zu lassen! Aufgrund des großen Bienensterbens, der vielen Pestizide und Monokulturen überall ist unsere Artenvielfalt auf allen Ebenen stark bedroht – und Bienen und Hummeln sind ein sehr wichtiger Teil davon, der unsere Unterstützung mehr denn je benötigt.

 

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Samenbomben selber machen – Rezept und Anleitung

Benötigt werden:

  • Blumenerde oder Kräuteraufzuchtserde (bitte torffrei, da für torfhaltige Erde Raubbau an unseren letzten Mooren betrieben wird)
  • Heilerde oder Ton- oder Lehmpulver (Heilerde gibts z.B. in Drogeriemärkten, Lehm- und Tonpulver im Gartencenter)
  • Blumensamen
  • Wasser

Bei der Auswahl der Blumensamen gibt es mehrere Varianten. Am besten ist natürlich, wenn man gezielt Samen für Blumen und Kräuter verwendet, die gern von Bienen und Hummeln angenommen werden – dafür gibt es schon fertige Mischungen. Noch besser ist es, wenn man ökologisch erzeugtes Saatgut und Samen der einheimischen Pflanzenwelt nimmt. Und noch-noch besser ist es, wenn es Pflanzen sind, die zur Region passen. Ich habe mich daher für Samen des Netzwerks blühende Landschaften entschieden, weil man dort eine spezielle Mischung für die Region, in der man lebt, bestellen kann (und sogar Samen für mehrjährige Pflanzen bekommt).

Bienenmischung

Bienenmischung

Zwar gibt es auch kleine Tütchen im Baumarkt/Gartencenter oder Supermarkt, sie können jedoch von großen Herstellerkonzernen stammen, die nicht nachhaltig und sogar (durch Gentechnik beispielsweise) umweltschädlich produzieren.

Beispiel einer geeigneten Mischung

Beispiel einer geeigneten Mischung

 

Anleitung:

Für die Menge von ca. 2 vollen Backblechen benötigt man

  • 16 Esslöffel Erde
  • 16 Esslöffel Heilder oder Ton-/Lehmpulver
  • 14 Esslöffel Wasser
  • 6 Esslöffel Blumensamen
Erde, Heilerde, Samen

 

Erde, Heilerde, Samen

  1. Man rührt Erde, Pulver und Samen zusammen, vermischt sie gut und gibt dann das Wasser hinzu und vermischt alles.
  2. Dann formt man mit den Händen Kügelchen: Man presst eine Portion der Mischung fest zusammen und formt sie dann rund. Die Größe sollte mindestens haselnussgroß sein, wir haben sie in einer Größe so ungefähr zwischen Haselnuss und Walnuss hergestellt.
  3. Die Kugeln am besten auf Backpapier auf einer glatten Unterlage ablegen (nicht direkt aneinander) und dann an einem warmen, trockenen Ort durchtrocknen lassen (wenn sie nicht zügig trocknen, kann es passieren, dass die ersten Samen schon austreiben).

 

frische Samenbomben

frische Samenbomben

 

Samenbomben verteilen

„Einsatzbereit“ sie sofort, aber zum sicheren Transportieren und Verschenken sollten sie gut getrocknet und fest sein, damit sie nicht so auseinderbröckeln.

Verteilt werden können sie überall dort (egal ob Stadt oder Land), wo ein Fleckchen Erde und etwas Sonnenlicht verfügbar sind – weitere Pflege brauchen sie nicht, den Rest erledigt die Natur! Man kann sie an passenden Stellen einfach verstreuen oder ein bisschen in die Erde eindrücken. Direkt auf dichtem Rasen oder unter dichten Baumdächern haben sie allerdings weniger Chancen, zu wachsen. Ich habe auch Blumentöpfe damit bepflanzt.

Sobald der nächste Regen kommt, zerteilen sich die Kügelchen und die Samen (die ja ihre Erstversorgung an Boden und Nährstoffen schon dabei haben!) können austreiben und zu nützlichen und schönen Pflänzchen werden!

Hilfreich ist es auch, zu festen Boden vorher etwas aufzulockern (mit den Schuhen oder einer kleinen Harke). Außerdem ist es wichtig, dass genug Regenwasser an die Stelle gelangen kann.

Der beste Zeitpunkt ist April/Mai, es kommt aber auch drauf an, welche Samen man verwendet (genaue Infos stehen immer auf der Packung).

Diese Samenbombe wartet auf den nächsten Regen

Diese Samenbombe wartet auf den nächsten Regen

Für die Menge von 2 vollen Backbleche haben wir vielleicht eine Stunde gebraucht – es ist also schnell gemacht, es kann nichts schief gehen und man hat auch hinterher jede Menge Spaß beim Verschenken und Verteilen 🙂

So kann man der Natur etwas zurück geben – sie hat es nicht nur verdient, sondern leider auch von Tag zu Tag mehr nötig ♥

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