Gänseblümchensalbe – Balsam für Haut und Seele (Rezept)

Aus einfachen Zutaten ist die heilende Gänseblümchensalbe ganz schnell hergestellt und erspart dir den Kauf teurer Wund- und Heilsalben.

 

Eine Salbe ist die beste Möglichkeit, heilende Pflanzenwirkstoffe und die pflegenden Eigenschaften von Ölen in eine gut dosierbare Form zu bringen. Die halbfeste, streichfähige Masse kann hervorragend zum Eincremen der Haut verwendet werden.

 

Eine Salbe mit Gänseblümchen wirkt entzündungshemmend und wundheilend. Sie nährt die Haut mit Vitamin A, C und E und schützt sie mit Saponinen und Flavonoiden.

 

Die Natur stellt einzigartige Hilfsmittel zur Verfügung, die sich für die Herstellung vieler traditioneller Basis-Rezepte aus der Volksheilkunde wunderbar eignen. Die Einrichtung der persönlichen “Salbenküche” hat viele Vorteile.

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Du kannst die Salbe der kleinen Wiesenblume auf Wunden und Schnitte auftragen oder auch blaue Flecken damit behandeln.

Regelmäßig angewandt hilft sie gegen Pigment- und Altersflecken und in der Stillzeit gegen wunde Brustwarzen.

 

 

Gänseblümchensalbe – Balsam für Haut und Seele

Für eine Salbe mit Gänseblümchen brauchst du ein Gänseblümchenöl, welches du dir vorher selbst ansetzen kannst, und einen oder mehrere Konsistenzgeber. Streichfähige Fette wie Kakao– oder Sheabutter kommen dafür in Frage, aber auch festere Wachse wie Bienen- oder Carnaubawachs.

 

Bienenwachs holst du dir am besten von einem lokalen Imker. Um bei der Anwendung eines recht festen Wachses die Salbe noch streichfähiger zu machen, kannst du etwas Wollwachs (Lanolin) hinzufügen.

 

Um das passende Fett für deine Ansprüche auszuwählen, lohnt es sich, einige Faktoren zu bedenken und abzugleichen. Bienenwachs ist gut lokal zu erhalten. Wenn du auf tierische Produkte lieber verzichten willst, ist Carnaubawachs eine gute Alternative.

 

Dieser hat nur einen deutlich höheren Schmelzpunkt als Bienenwachs und wird erst bei 80-85 °C flüssig. Bienenwachs schon bei etwa 65 °C. Eine weitere Erhitzung ist hier also gar nicht notwendig und würde sich nur negativ auf die im Gänseblümchenöl enthaltenen Wirkstoffe ausüben.

 

Auch bei der Zugabe von ätherischen Ölen, kannst du frei entscheiden, welche für deinen Zweck am besten geeignet sind. Immortellenöl zum Beispiel hilft gegen Hämatome, Eukalyptusöl wirkt antibakteriell, Teebaumöl sogar antiviral und Orangenöl stimmungsaufhellend.

 

 

Grundrezept Gänseblümchensalbe

Zum Anrühren einer einfachen Gänseblümchensalbe benötigst du:

  • 100 ml Gänseblümchenöl
  • 5 g Bienenwachs
  • 10 g Lanolin
  • optional: ein paar Tropfen ätherisches Öl

 

Tipp: Solltest du öfter Salben herstellen, kann sich durchaus die Anschaffung eines Glasstäbchens zum Umrühren lohnen. Diese sind genauso hitzebeständig wie Holzstäbchen, aber weniger keimanfällig.

 

Und so gehst du vor:

1. Alle Zutaten sorgsam abmessen.

2. Gänseblümchenöl, Bienenwachs und Lanolin in ein feuerfestes Glas geben und im Wasserbad vorsichtig bei mittlerer Hitze erwärmen.

3. Wenn das Wachs fast geschmolzen ist, mit einem Stäbchen umrühren.

4. Ein paar Tropfen auf einem Teller erkalten lassen und die Konsistenz prüfen. Wenn die Salbe dir noch nicht fest genug ist, gib noch etwas mehr Wachs hinzu. Wenn sie zu fest ist, etwas Öl und teste dann erneut.

5. Die Mischung in die desinfizierten Salbentiegel – wie das geht erfährst du weiter unten – gießen und abkühlen lassen.

6. Beim Erkalten optional ein paar Tropfen ätherische Öle hinzugeben und mit einem Stäbchen rühren.

7. Die Gefäße beschriften und mit Herstellungsdatum und Inhaltsstoffen versehen, um einem späteren Rätselraten vorzubeugen.

 

 

Kühl und dunkel gelagert ist die Gänseblümchensalbe mehrere Monate haltbar. Um die Haltbarkeit maximal zu erhöhen, kannst du einige Hinweise beachten.

Gänseblümchensalbe: Die Haltbarkeit erhöhen

Die häufigste Kritik, der selbstgemachte Naturkosmetik ausgesetzt ist, ist die der kurzen Haltbarkeit. Dabei ist es ganz selbstverständlich, dass Produkte mit naturbelassenen Inhaltsstoffen unkontrollierter verderben können als konventionelle Produkte mit lauter vermeidbaren Konservierungsmitteln.

Gerade die Naturbelassenheit macht aber auch die besondere Wirkstoffdichte aus. Und mit ein paar Tricks kannst du auch die Haltbarkeit deiner selbstgemachten Salbe gut steigern.

Verwende zur Herstellung der Gänseblümchensalbe nur frische Zutaten. Am besten setzt du das Öl erst kurz vorher an und achtest auch dort auf ein frisches Basisöl, dessen Verfallsdatum noch möglichst weit in der Zukunft liegt.

Um später die Dauer der Lagerung noch gut nachvollziehen zu können, solltest du jede Salbe immer mit dem genauen Zeitpunkt der Herstellung beschriften. Bereite außerdem nur kleine Mengen zu, um schon im Voraus einem zu starken Verderb vorzubeugen.

Bei der Zubereitung der Gänseblümchensalbe kannst du auch ein paar Tropfen Vitamin E zufügen. Es zögert das Ranzigwerden der Salbe hinaus.

 

Beim Mischen und Abfüllen sind saubere Arbeitsmaterialien ganz besonders wichtig.Die Gläser oder Salbentiegel kannst du sogar noch mit einer heißen Sodalösung desinfizieren. Dafür einfach ein Teelöffel Soda in ein Liter kochendes Wasser geben und die Gefäße damit durchspülen. Danach nochmal extra mit heißem Wasser ausspülen.

 

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